Konsignationslager

Mit einem Konsignationslager hat ein Zulieferer die Möglichkeit, in der Nähe des Kunden oder - unter bestimmten Voraussetzungen - sogar in dessen Räumlichkeiten ein Warenlager für einen zügigen Lieferstrom einzurichten. Befindet sich das Konsignationslager in einem anderen EU-Staat, besteht bisher für den Lieferanten das Erfordernis einer umsatzsteuerlichen Registrierung in diesem Staat. Die Bestückung des Lagers mit Ware aus dem Staat des Zulieferers wird als eigenständiger steuerlicher Vorgang angesehen („innergemeinschaftliches Verbringen“).

Im Rahmen des JStG sind nun Vereinfachungen bei den Regelungen für Konsignationslager vorgesehen:

  • Der grenzüberschreitende Warentransport in den EU-Staat des Lagers soll künftig nicht mehr zum Tatbestand des innergemeinschaftlichen Verbringens führen.
  • Zudem muss der Lieferer sich auch nicht mehr im Staat des Lagers registrieren.
  • Erst dann, wenn der Liefergegenstand aus dem Lager an den Kunden geht, erfolgt eine steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferung.

Die Vereinfachungen sollen dann angewendet werden können, wenn der Empfänger schon bei Beginn des Warentransports feststeht. Außerdem gibt es neue Aufzeichnungspflichten: Insbesondere muss ein Register über entnommene und eingebrachte Waren geführt werden. Des Weiteren muss der letztendliche Warenempfänger die Ware spätestens innerhalb von zwölf Monaten nach dem Ende der Beförderung in das Konsignationslager abnehmen. Die Regelung tritt zum 01.01.2020 in Kraft.

 

09.12.2019