Kosten für einen Schulhund sind teilweise Werbungskosten

Eine Lehrkraft kann die Aufwendungen für einen „Schulhund“, der im Rahmen eines Schulhund-Konzepts an allen Schultagen hauptsächlich in Inklusionsklassen eingesetzt wird, anteilig als Werbungskosten bei den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit abziehen. Dies hat das Finanzgericht Düsseldorf entschieden.

Der privat angeschaffte und speziell ausgebildete Hund begleitete in Abstimmung mit der Schulleitung die Lehrkraft an jedem Unterrichtstag in die Schule. Der Hund wurde in den Unterricht und die Pausengestaltung integriert. Die Schule warb aktiv mit dem „Schulhund-Konzept“.

Das Gericht vertrat die Auffassung, dass der Hund - anders als ein im Eigentum des Dienstherrn stehender Polizeihund - nicht nahezu ausschließlich beruflich genutzt werde. Insbesondere sei der Polizist per dienstlicher Weisung verpflichtet, den Hund nach Dienstschluss mit nach Hause zu nehmen und sich auch außerhalb seiner Dienstzeiten um ihn zu kümmern.

Der Schulhund hingegen werde sowohl zu beruflichen als auch zu privaten Zwecken genutzt. Da jedoch keine schlichte „Nichtnutzung“ möglich sei, sondern der Hund stets gepflegt und betreut werden müsse, hielt das Gericht einen Werbungskostenabzug in Höhe von 50 % der angefallenen Kosten für sachgerecht.

Der Bundesfinanzhof muss abschließend entscheiden.

30.04.2019