Neues zu ordnungsgemäßen Rechnungsangaben - Leistungsbeschreibung in der Rechnung

Angaben in der Rechnung, die nicht den gesetzlichen Vorgaben entsprechen, können zur Gefahr für Ihren Vorsteuerabzug werden. Zentrale Bedeutung hat dabei die Leistungsbeschreibung, also die Angabe darüber, welche Produkte geliefert bzw. welche Dienstleistungen erbracht worden sind. Diese Angabe darf nicht zu allgemein gehalten werden.

Es muss grundsätzlich eine exakte Beschreibung der Leistung erfolgen, so der Bundesfinanzhof (BFH). Für Waren im Niedrigpreissegment, die in großen Mengen gekauft werden, könnten diese rigiden Vorgaben jedoch nun gelockert werden.

In einem aktuellen Fall vor dem BFH waren in der Rechnung lediglich handelsübliche Gattungsbezeichnungen angegeben („Hosen“, „Blusen“, „Pullis“). Der Preis lag vorwiegend im einstelligen Eurobereich. Das Finanzamt erkannte die Angaben nicht als korrekte Leistungsbeschreibung an und verweigerte den Vorsteuerabzug aus der Rechnung.

Der BFH gewährte per Beschluss zumindest die Aussetzung der Vollziehung. Demnach hält er es für möglich, dass zumindest bei Waren im Niedrigpreissegment die Angabe lediglich einer Gattungsbezeichnung zulässig ist.


Hier ist noch die Entscheidung im Hauptsacheverfahren abzuwarten. Die Chancen stehen zwar gut, dass es für Waren im Niedrigpreissegment zu Vereinfachungen bei der Leistungsbeschreibung auf Rechnungen kommt. Wer sich aber absichern möchte, sollte immer auf eine detaillierte Leistungsbeschreibung in der Rechnung achten


 

06.12.2019